6.2 Klöster und Kirche- Brücke zwischen Antike und Mittelalter
Die Völkerwanderung bewirkt das Ende des Römischen Reiches
260 n. Chr.: Durchbruch der Alemannen nach Südwestdeutschland, Rücknahme des Limes bis zum Rhein.
375 n. Chr.: Völkerwanderung in Europa: historische Bedeutung: Viele Stämme wandern wie z.B die Angeln und die Sachen (Angelsachen → England) beziehen ihren Siedlungsraum der für manche Stämme bis heute gültig ist. Folge: Mittel und Westeuropa (Teile von Deutschland und Frankreich) wird von den Franken besiedelt (bis 500 n.Chr.)
Das Römische Reich zerfällt – die römisch-katholische Kirche überlebt (um 500)
um 400 n. Chr.: Das Römische Reich wird in ein Weströmisches Reich und in ein Oströmischen Reich geteilt.
500 n. Chr.: Weströmisches Reich zerfällt als Folge der Völkerwanderung, Besiedlung durch Germanen, Rom (und damit die römisch-katholische Kirche) bleibt ein Zentrum im Ostgoten-, Lombarden- und Frankenreich.
Ausbreitung des Frankenreichs = Ausbreitung der römisch-katholischen Kirche
496 n. Chr.: Der Merowinger Chlodwig wird getauft. Das Volk tut es ihm gleich und lässt sich auch bekehren → wird christlich
bis 800 n. Chr.: Almähliche Ausbreitung des Christentums in den germanisch-heidnischen Gebieten (in wenigen Zentren überlebte die römisch-katholische Kirche). Das Christentum dominiert durch die Missionierung irischer Mönche und die Dominanz der christlichen Kirche manifestiert sich im Bau von Kirchen, die bis ins 13. Jahrhundert im romanischen Stil (römischer Rundbogen) erstellt wurden.
um 800 n.Chr.: Fränkisches Reich besteht und Karl der Große lässt sich vom Papst zum Kaiser salben.
um 1000 n. Chr.: Europa erreicht hinsichtlich der Baukunst römische Standards.
500-1500 n. Chr. spricht man vom Mittelalter. Man unterscheitdet zwischen Frühmittelalter (500-1000 n. Chr.), Hochmittelalter (1000-1250 n. Chr.) und dem Spätmittelalter (1250-1500 n. Chr.)
Bedeutung der Klöster:
529 n.Chr. Benedikt von Nursia - Beginn der Klosterbewegung: Kloster Monte Cassino
Ordenregel: Ora et labora - Armut, Keuschheit, Gehorsam in dauerhafter Klostergemeinschaft
Alle späteren Ordensgründungen sind Rückbesinnung auf die ,,Regula Benedicti" (z.B. Zisterzienser): Clunyiazensische Reformbewegung im 11. Jahrhundert, die Bettelorden im 13. Jahrhundert (Franziskaner, Dominikaner), Jesuiten im 16. Jahrhundert
Chorherrenorden an Domkirchen: Augustiner, Prämonstratenser
Beispiel für ein Zisterzienserkloster ist das Kloster in Bebenhausen (um 1534)
Klöster als wirtschaftlich agierende Einheiten, als Kulturträger Nummer eins, als Retter der römischen Kenntnisse. Klöster sind Zentrem des Scriptum (legendäre Klosterbibliotheken).
Die Klöster besitzen sehr viel Land die zum Teil auch als Grundherrschaften oder sogar als eigene staatsähnliche Gebilde gesehen werden können (Fürstabtei St. Gallen oder Kempten): Vorbildfunktion im Bereich Landwirtschaft, Baukunst, Handwerk, Wissenschaft … Da die Kirche immer mächtiger wird, beansprucht sie sogar die Macht über König und Kaiser (-> „Investiturstreit“ und Machtkampf teilweise bis ins 19. Jahrhundert).